Trialog – Perspektivenwechsel und Erfahrungsaustausch

„So ein Perspektivenwechsel ist Balsam für die Seele“, denke ich und räkle mich auf meinem Liegestuhl. Mein Blick verliert sich in der Weite der Ägäis und lässt mich den oft hektischen Alltag vergessen.

Um Perspektivenwechsel geht es aber nicht nur, wenn Ferien angesagt sind. Auch der Trialog bietet Raum für einen Perspektivenwechsel, wenn es um das Erleben einer psychischen Erkrankung geht, sei dies aus der Sicht von Betroffenen, Angehörigen oder Fachpersonen.

Der Trialog ist eine Veranstaltung, an der psychisch erkrankte Menschen, Angehörige und Fachpersonen gemeinsam teilnehmen. Der gegenseitige gleichberichtigte Austausch auf Augenhöhe ermöglicht einen Zugewinn an Verständnis für die unterschiedlichen Sichtweisen und eröffnet neue Blickwinkel auf viele Aspekte im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung. Es ist das Ziel des Trialog, durch den Erfahrungsaustausch voneinander zu lernen.

Ich selbst profitiere immer wieder aufs Neue von der Teilnahme am Trialog und zwar unabhängig davon, welches Krankheitsbild im Fokus steht. Im Trialog werden Themen angesprochen, die mich nicht nur in meiner Rolle als Angehörige sondern ganz allgemein als menschliches Wesen berühren und beschäftigen: das Bewusstwerden um die eigene Verletzlichkeit, Sinnfindung im Leben und vieles mehr.

Ich kann den Trialog nur weiterempfehlen, auch den Ärzten!

Sonnige Grüsse aus Griechenland

Bloggerin: Sibylle Glauser


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