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Ich schaue in den Spiegel und sehe meine Grossmutter

Hat Dich auch schon mal ein Arzt gefragt, ob jemand in Deiner Familie mit psychischen Belastungen zu tun hatte? Weisst Du wie Deine Mutter und dein Vater aufgewachsen sind?  Was weisst Du über deine Grosseltern, Tanten, Cousinen?

Ob Auswandern, Geschäfte aufbauen, jung heiraten, spät Kinder bekommen – es gibt Themen, die in jeder Generation vorkommen, über die lustvoll diskutiert und philosophiert wird. Es gibt aber auch das, worüber in Familien nicht gesprochen wird z.B. über alte Verletzungen, Ängste, Kriegserlebnisse, Flucht, Hunger, Missbrauch. Die neuste Forschung weist darauf hin, dass wer Schweres erlebt hat, einen Weg findet, damit umzugehen, auch wenn es in ganz harten Fällen die völlige Verdrängung oder Abspaltung bedeutet. Solche Kompensationsmuster werden dann leider unbewusst in die nächste Generation übertragen. Dort sind sie aber aufgrund des veränderten Zeitgeschehens nicht dienlich und machen eben auch krank.

Welche Themen kennst Du aus Deiner Familie? Gibt es Verhalten, das sich durch mehrere Generationen durchzieht? Worüber würdest Du gerne mehr wissen? Bitte scheibt uns aus Eurer Betroffenheit! Alle Gedanken hierzu sind wertvoll und wichtig!

Am internationalen Kongress “Psychische Gesundheit aus der Generationenperspektive”, 17.-19. August 2016, in Basel wird Pro Mente Sana eine Auswahl Eurer Wünsche den referierenden Fachpersonen zur Stellungnahme zitieren. Wir freuen uns auf alle (gerne auch anonyme) Stimmen, gleich hier im Kommentar!

Bloggerin: Stephanie Ventling

Youtube-Video mit Stephanie Ventling:

Wir suchen deine Stimme – mach mit!

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Postkarte_Stimme d. Betroffenen

Der Sommer steht ganz im Zeichen von Menschen mit Psychiatrie Erfahrungen

Endlich kämpft sich in diesen Tagen die Sonne zurück und kündigt den Sommer an, die Jahreszeit, auf welche ich mich am meisten freue. Doch in diesem Jahr werde ich etwas weniger in Badis oder an Grillfesten anzutreffen sein, weil ein Highlight ansteht, auf welches ich mit schon jetzt freue und welches wir auf Hochtouren vorbereiten.

Im August findet in Basel der Internationale Kongress „Psychische Gesundheit aus der Generationenperspektive“ (www.psy-congress.ch) statt. Es ist uns gelungen in diesem einzigartigen Rahmen attraktive Plattformen für Betroffene und Angehörige zu schaffen. Im Hauptprogramm (Keynotes; Podium), im Kongressprogramm (Workshops/Symposien) und im Rahmenprogramm (Marktplatz „Wie geht’s Dir?“), überall bieten sich für unsere Kernzielgruppen Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit zu erlangen, die sie verdienen.

Was sonst leider selten ist, wird hier Dank der Offenheit unserer Partner erstmals in dieser Form realisiert. Das bedeutet, dass wir einen entscheidenden Schritt vorwärts gehen. Menschen mit psychischen Erfahrungen treten auf Augenhöhe in den Dialog mit Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen. Und zur „Krönung“ werden die Stimmen von Betroffenen und Angehörigen als „Roter Faden“ in das Programm integriert. Während des gesamten Kongresses und vor jedem „Keynote Speaker“, werden die Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen von Menschen mit psychischen Belastungen als kurze Filmtrailer eingespielt.

Konkret: Wir sammeln ab sofort Ihre/Deine Stimme und werden aus den eingegangen Beiträgen 10 auswählen, welche wir filmisch dokumentieren. Deshalb rufen wir Sie/Dich hiermit auf diese Aktion zu unterstützen. Helft mit, dass aus den Stimmen der Einzelnen ein vielstimmiger Chor wird, welcher in den Basler Sommernächten nachklingt!

Blogger: Marcel Wisler

Postkarte_Stimme d. Betroffenen