Über den Blog

Liebe Leserinnen und Leser

Pro Mente Sana führt neu einen Blog bis zum Kongress am 17. – 19. August 2016 in Basel (www.psy-congress.ch). Mehr Informationen finden Sie in unserem ersten Beitrag. Bis dahin veröffentlichen wir wöchentlich einen Beitrag:

Stephanie Ventling Portrait_V1
Stephanie Ventling
Expertin aus Erfahrung,
Peer-Mitarbeiterin am Sanatorium Kilchberg
Thema: Stimmen der Betroffen

 


Lesly Luff
Peer Beraterin Pro Mente Sana
Thema: e-Beratung

 

Sybille Glauser_2016-02-04_12-47-00
Sibylle Glauser
Angehörige, Psychologin, Angehörigenberatung UPD Bern
Thema: Sicht der Angehörigen

 


Dr. Thomas Ihde-Scholl
Stiftungspräsident Pro Mente Sana
Thema: Arbeitswelt

 


Marcel Wisler
Leiter Kommunikation Pro Mente Sana
Thema: Kongress 2016

 


Elisa Zwahlen
Assistentin Kommunikation Pro Mente Sana
Thema: Crowdfunding

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim lesen und kommentieren.

Das Bloggerteam

 

5 Gedanken zu „Über den Blog“

  1. Liebe PMS

    Für mich ist das ganz grosse Thema: «Nicht behindert sein, sondern behindert werden». Das bekomme ich in meiner Peerarbeit, von den «Fachpersonen» zu spüren, indem ich mindestens wöchentlich mit dem Satz konfrontiert werde: «Sie, als Patient, … Sie sind rückfallgefährdet, Sie sind nicht belastbar, Ihnen dürfen wir keinen Zugang zu den Patientendaten geben …
    Obwohl ich dokumentiert, seit über zehn Jahren «gesund», sprich Symptom- und beschwerdefrei bin, versuchen Behandler permanent, mir zur Profilaxe, eine Reihe von Medikamenten zu verschreiben. Denn: einmal Patient, immer Patient.
    Bei meiner Arbeit, im angepassten Rahmen, im Bürgerspital, hatte ich dauernd ein Damoklesschwert im Genick: «Pass auf, Du mit Deiner bipolaren Störung, … nicht dass Du Dir übernimmst / überforderst, überschiesst, in ein Loch fällst …» Bis ich die bipolare Störung selbst glaubte. Dann initiierte ich eine gründliche Diagnostik, die eindeutig zeigte, dass eine solche Störung definitiv nicht vorhanden ist. Worauf dann meine Vorgesetzte meinte: Jäääääää, dä het Di nuur e haln Joor gsee, dä kaa das garnit beurteile. Ych gsee das ganz andersch!» Schon hatte ich wieder die Clownnase im Gesicht und den Schnuller im Mund. Der Pausenclown, der wie ein pflegebedürftiges Kleinkind behandelt wird.
    Da ich weder auf meinen bisherigen Berufen, noch als Peer, eine Möglichkeit sah, mich im Bürgerspital zu entwickeln, und weil ich die «Behandlung» nicht mehr ertragen mochte, kündigte ich. Das war ein steiniger Weg, bis ich gehen konnte. Ich sei nicht in der Lage, einen Entscheid dieser Tragweite zu fällen, ich müsse das vorher mit Therapeutin, Sozialdienst, Gruppenleiter, Chef, Herrgott … besprechen und die würden dann für mich entscheiden.
    Notiz am Rande: Als ich meiner Therapeutin sagte, dass ich vor 30 Minuten gekündigt hätte, gab sie mir ein high vive, «ich gratuliere Ihnen zu diesem weisen Entscheid.»

    Eben: Behindert sein oder werden.
    Die UNOBRK entfaltet noch keine Wirkung.

    1. Lieber Herr Käppeli
      Vielen Dank für Ihre Offenheit und Ihr klares Statement. Gerne nehmen wir diese Forderung auf. Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und herzliche Grüsse, Pro Mente Sana

  2. Lieber Andrea, dass ist ein sehr guter Bericht. Leider musste ich auch einige Erfahrungen machen. Vor allem wenn die Ärzte mich Kränker machen wollten als ich überhaupt bin! Als ich mal eine kleine Depressive Krise hatte, z.b 14 Tage nicht mehr Rasieren. Wollte mich eine damalige Psychiaterin sofort in ein Betreutes Wohnheim einweisen und dann die Wohnung Auflösen. Leider ist dies Heute immer noch so Behinderte werden noch mehr Behinder oder Kranke werden noch Kränker gemacht. Übrigens habe ich dann die Psychiaterin gewechselt, die es nicht Verstehen wollte warum ich jetzt plötzlich abspringe.

  3. Mein dringlichster Wunsch ist, dass sich promentesana weiter aktiv aufklärerisch betätigt und Vorurteile und Tabus brechen hilft. Jürg Neuenschwanders Film „Gleich Und Anders“ oder auch das trialogische Seminar (welches ich besuchen durfte) waren mir in meiner Situation als Mutter einer Betroffenen äusserst hilfreich. Wenn unsere Gesellschaft schon etwas weiter wäre insachen Wissen, wäre meine Tochter vielleicht noch am Leben.

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