Kategorie-Archiv: e-Beratung

e-Beratung mit Herz und Verstand

„Was für Gefühle begleiten mich als Peer in der e-Beratung?“ Kurz gesagt: Ich lasse da zuerst mein Herz sprechen. Aber wie der Titel schon verrät, mein Verstand redet auch mit.

Als Peer-Beraterin erhalte ich Einblick in sehr private und persönliche Bereiche.

Die Anfragen berühren mich und bewegen meine Gefühle. Und das ist voll O.K., denn nur so kann ich mich in mein unbekanntes Gegenüber hineinversetzen.

Zu mir gehört aber auch mein Kopf und dieser appelliert wiederholt an mein Verständnis: Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Wünsche, Erwartungen, Vorstellungen. Jeder ist und funktioniert anders.“ Ja, das stimmt. Entsprechend versuche ich Herz und Verstand zusammen zu bringen „professionell nah“ zu sein, im Sinne von genau hinhören und verstehen, unterstützen und anregen und Hoffnung geben, basierend auf meinen eigenen Recovery Erfahrungen.

Aufgrund diesen kann ich zwischenzeitlich mit anderen Betroffenheiten gut umgehen. Die dabei aufkommenden Gefühle „triggern“ mich nicht mehr in meiner eigenen Verletzlichkeit. Was für mich jedoch jedes Mal eine neue Herausforderung bedeutet, ist mein hoher Anspruch an mich selbst. Ist meine Antwort hilfreich, motivierend, umfassend, weiterbringend und richtig? Diese selbstkritischen Gedanken sind mir sehr vertraut und leider begegne ich ihnen immer noch. Mittlerweile habe ich aber ein Grusswort für sie parat: „Hallo liebe Gedanken, Ruhe da oben!

Ich beantworte jede Anfrage so gut ich kann, mittlerweile aber mit der inneren Überzeugung und Achtung, dass die Lösung in jedem Einzelnen steckt.

Jeder Mensch, jeder Recoveryweg ist einzigartig. Das fordert mich heraus und fasziniert mich gleichzeitig. Und darum schlägt mein Herz im Austausch mit Anderen.

Bloggerin: Lesly Luff

 


e-Beratung Pro Mente Sana

Informieren Sie sich auf folgender Seite mehr über die e-Beratung:

e-Beratung Pro Mente Sana

Was ist meine Motivation eine „elektronische“ Peer-Beraterin zu sein?

1200 Zeichen – Das ist die Vorgabe für meine Antwort auf die im Titel gestellte Frage. Meine Stärke liegt nicht in der Kürze. Drum steigt mein Stresspegel gerad ein wenig an.

Und jetzt? Tief durchatmen, Füsse auf den Boden, bei mir bleiben. Zum Glück bewegen sich meine Finger auf der Tastatur weiter.

Tja, ich nehme mir gerne Zeit für Gespräche als Peer, als Coach, als „private“ Person bis anhin vor allem gegenüber sitzend oder telefonisch kabelnd. Ehrlich gesagt kann ich mich auf dem schriftlichen Weg unbefangener ausdrücken. Ich gehe davon aus, dass auch andere so funktionieren.

Seit August 2015 bietet Pro Mente Sana ergänzend zur telefonischen Beratung die e-Beratung an. Speziell daran ist, dass neben den Fachpersonen auch „Peers“ beraten, Menschen, die eigene Krankheits- und Gesundungswege gegangen sind und weitergehen und nun ihr Erfahrungswissen teilen möchten.

Ich bin einer dieser Menschen und möchte Betroffene bestärken, ihren Recoveryweg zu (be-) gehen. Ich möchte sie unterstützen, nicht aufzugeben, auch wenn Stolpersteine im Weg liegen, es Rückschritte gibt. Umwege können / müssen nötig sein, meiner Meinung nach erhöhen sie sogar die Orientierung.

Ja, es kann leichter fallen, sich schriftlich mitzuteilen. Ich kann für mich sagen, dass ich Vieles schon besser verstehen und angehen kann, wenn ich es zu Papier gebracht habe. Dann ist es „da“. Schreiben ist für mich eine Form von Selbsthilfe.

So. Das sind meine Beweggründe, „E-Beraterin“ zu sein übrigens auch für Angehörige und Fachpersonen. Nun schliesse ich meinen Blog und bin froh, nach einem „Zeichenzahl-Upgrade“ gefragt zu haben, das erspart mir ein unnötig schlechtes Gewissen. 🙂

Liebe LeserInnen, nutzt den Austausch mit uns Peer-BeraterInnen! Geteilte Erfahrungen können neue Kräfte frei setzen.

Bloggerin: Lesly Luff

 


e-Beratung Pro Mente Sana

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